Leserechtschreibstörung

Bereits vor der Einschulung kann mittels eines anerkannten Testverfahrens untersucht werden, ob bei einem Kind das Risiko für die Ausbildung einer Leserechtschreibstörung besteht. In unserer Praxis wird dieser Test bei vermutetem Risiko durchgeführt(BISC, siehe 6. Diagnostikverfahren). Häufig entwickelt sich die Legasthenie aus einer nicht erkannten oder ungenügend therapierten Sprachentwicklungsverzögerung. Leserechtschreibschwache Kinder haben meist Konzentrationsprobleme, eine verkürzte Hörmerkspanne und ungenügende phonologische Fähigkeiten (siehe 10.5 Phonologische Bewusstheit). Ihr Wortschatz liegt häufig unter dem Altersdurchschnitt. Schlechtes Rhythmusgefühl oder eine mangelnde Sehwahrnehmung lassen sich zusätzlich beobachten.
Auch eine familiäre Sprachschwäche oder genetische Vorbelastung kann zu einer Leserechtschreibstörung führen. Deshalb sollte bei Kindern, deren nahe Verwandte bereits Legastheniker waren, frühzeitig interveniert werden.
Bei auftretenden Leserechtschreibproblemen ist die Überprüfung des Hör- und Sehsinns unerlässlich. Dabei sollte nicht nur die Funktion der Organe Ohr und Auge untersucht werden, sondern auch die Hör- und Sehwahrnehmung überprüft. Für diese Bereiche gibt es mittlerweile gut ausgebildete Spezialisten, deren Adressen Sie bei uns auf Nachfrage erhalten.

Test

BISC

Kurs

Schnecke fängt mit „B“ an

Therapie

Therapie der auditiven Wahrnehmung nach Nikisch, Kieler Leseaufbau und Rechtschreibaufbau, Software GUT 1 und GUT – L.

Impressum
Home